Adonis
Adonis (3. Vorsitzender)
 
1930 als Ali Ahmad Sa'id Esber in Qassabin/Syrien geboren.
Bereits 1947 erscheinen in Literaturzeitschriften erste Gedichte unter seinem Pseudonym Adonis.

Nach dem Studium in Damaskus siedelte Adonis nach Beirut über und wird 1962 libanesischer Staatsbürger.
Er begründete zwischen 1956 und 1968 verschiedene Literaturzeitschriften, u.a. Schi'r.

Bis 1995 war er Chefredakteur der Zeitschrift "Mawaqif". 1973 promovierte Adonis in Beirut mit der ideengeschichtlichen Studie "Das Statische und das Dynamische", es folgten zahlreiche Lehraufträge u.a. in Paris, Georgetown, Genf, Princeton und Berlin.

Während des Bürgerkrieges verließ Adonis 1986 den Libanon und geht nach Paris. Bis 1988 arbeitete er als Kulturrat der arabischen Delegation bei der UNESCO.

Adonis gilt als einer der bedeutendsten Dichter der arabischen Welt.
1971 erschien die zweibändige Ausgabe seiner "Gesammelten Werke". Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen zählen:
"Die Gesänge Mihvars des Damaszeners" (1961 - deutsch 1999), die Herausgabe von Ausgewählten Gedichten von As-Sayyab, und die Herausgabe einer mehrbändigen Anthologie klassischer arabischer Poesie (1964-1968), und die zwei Ausgaben von al-Kkab (1995 u. 1998), deren dritter Band in Kürze erscheint.

Auf Deutsch liegt auch der Gedichtband "Der Baum des Orients" vor.
Für sein Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, wie die Goethe-Medaille im Jahr 2000.